Bauhütte

In Herrenberg hat sich 1992 eine private Initiative zu einer "Bauhütte" zusammen geschlossen. Die Bauhütte entstand aus der Erkenntnis, dass das Bauwerk Stiftskirche eine ständige Betreuung braucht, die von der Stiftskirchengemeinde nicht allein getragen werden kann.

Die Mitarbeiter der Bauhütte widmen in ihrer Freizeit ihre Arbeitskraft und ihre Fachkenntnisse der Erhaltung der Stiftskirche Herrenberg.

 

 

Die Tradition der mittelalterlichen Bauhütte

 

Bauhütten gab es schon im Mittelalter. Sie waren nicht nur der Ort,wo die Bauhandwerker ihre Werkzeuge aufbewahrten oder wo die Steinmetzen ihre Arbeit verrichteten. Die Bezeichnung wurde auch auf die Genossenschaft der Baukünstler und Bauhandwerker übertragen, die an einem Bauwerk, wie z.B. an einem der großen Dome, oft über viele Generationen hinweg arbeiteten. Die Kenntnisse und Erfahrungen wurden als Regeln in den Statuten festgehalten und als Kunstgeheimnisse weiter tradiert.

 

 

Funktion der Bauhütte heute

 

Heute sind die großen mittelalterlichen Dome wieder ständige Baustellen geworden. So sind im 19. Jahrhundert z.B. am Münster in Ulm oder am Dom zu Köln, erneut Bauhütten gegründet worden, die bis heute bestehen. In Herrenberg steht die Bauhütte im Dienst der Evangelischen Kirchengemeinde

und wird vom Verein zur Erhaltung der Stiftskirche Herrenberg e.V. getragen.

 

Die Mitarbeiter der Bauhütte arbeiten ehrenamtlich und haben zum Ausbau des Glockenmuseum wesentlich beigetragen.

 

 

Die Bauhütte trifft sich jeden Mittwoch von 17 bis 21 Uhr in ihrer Werkstatt im Untergeschoss des Dekanats, Schloßberg 1.

 

Leitung:

Fritz Hanßmann

Georg-Friedrich-Händel-Straße 6/1

71083 Herrenberg

Telefon: 0 70 32 - 55 65